Frühlingslied

Im Märzen der Bauer


Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt.

Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.

Er pflüget den Boden, er egget und sät

und rührt seine Hände früh morgens und spät.

 

Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn,

sie haben im Haus und im Garten zu tun;

sie graben und rechen und singen ein Lied

und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.

 

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,

dann erntet der Bauer das duftende Heu;

er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:

im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.


Endlich Frühling - wann fängt der eigentlich an?

Mit der Tag- und Nachtgleiche am 20. oder 21. März beginnt der astronomische Frühling.

Das ist der Zeitpunkt, nachdem die Tage endlich wieder länger werden als die Nächte sind.

Das Licht ist für die Pflanzen wichtig, die nun tüchtig wachsen können, denn mit dem Licht kommt die Wärme.

 

Auch der Mensch spürt diese Verlängerung der hellen Tagesstunden schon seit Alters her - war er doch über viele Jahrhunderte vom Tageslicht abhängig bei den meisten Beschäftigungen und Arbeiten.

 

So kommt es, dass der Bauer auch im Frühling viel zu tun hat - es wächst und er hat mehr Zeit zum Arbeiten - und auch mehr zu tun...

 

Und weil die Menschen schon immer gerne feierten, haben sich um diesen Termin einige Bräuche und Rituale sortiert - für uns heute vor allem das Osterfest - am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Tag- und Nachgleiche.

 

In diesem Jahr am 4. April - und wegen der Abhängigkeit vom Mondstand eben auch ein bewegliches Fest.